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  • Veröffentlichungsdatum 06.11.2025
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„Uns rennt die Zeit davon!“: Weiterbildungs-Demos in Bochum, Köln und Marburg

Demonstration zur Finanzierung der Psychotherapie-Weiterbildung

Die fehlende Finanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung brachte Ende Oktober etwa 1300 Betroffene und Unterstützer*innen auf die Straße. In Bochum, Köln und Marburg hatten Initiativen der Studierenden zu Demonstrationen aufgerufen, und wurden von Berufsverbänden und Psychotherapeutenkammern unterstützt. Auch die DPtV war stark vertreten, um die dringend benötigten gesetzlichen Regelungen einzufordern.

Einige Politiker*innen unterstützten das Anliegen mit ihren Ansprachen. Die Teilnehmer*innen-Zahl zeigte, dass der Druck bei den Psychologie-Studierenden inzwischen sehr groß ist. Ohne abgeschlossene Weiterbildung können sie nicht als selbstständige Psychotherapeut*in arbeiten – ein Desaster auch für die Patient*innen.

„Wenn es keine Weiterbildungsplätze gibt, ist sowohl die Zukunft der Studierenden als auch die Zukunft der Psychotherapie in Gefahr“, warnte Barbara Lubisch, Stv. DPtV-Bundesvorsitzende, in Köln. „Inzwischen gibt es in einzelnen Kassenärztlichen Vereinigungen Förderungen für einige wenige Weiterbildungsplätze in Praxen. Damit kann ambulante Weiterbildung angemessen durchgeführt werden, das wäre die Lösung, die wir brauchen! Bisher sind es aber viel zu wenige Stellen: bundesweit ungefähr 35. Das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein! Wir benötigen dringend gesetzliche Regelungen.“

In Bochum sagte Elisabeth Dallüge, Vorstandsmitglied der Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen und DPtV-Bundesvorstand: „Qualifizierter Nachwuchs, der für die Versorgung dringend gebraucht wird, wird ausgebremst! Uns rennt die Zeit davon! Immer mehr Studierende werden in den nächsten Monaten und Jahren ihr Studium abschließen und ihre Approbation erreichen. Immer mehr Absolvent*innen stehen bereit und bald stehen sie Schlange!“