Staffel 9

Altersfragen in der Psychotherapie

Im psychotherapeutischen Alltag ist das Alter ständig präsent. Auch wenn es nicht explizit angesprochen wird. Das Alter der Patient*innen. Das Alter der Psychotherapeut*innen. Der Unterschied dazwischen. Altersbezogene Unsicherheiten. Die Bilder im Kopf. In dieser Staffel fragen wir: Was heißt das Alter für Diagnose, therapeutische Beziehung und Therapie? Wie reagiert Psychotherapie auf eine alternde Gesellschaft? Wie gelingen Übergänge in neue Lebensphasen? Die Antworten kommen aus Forschung und Praxis. Nicht wenige überraschen und stellen unsere Altersbilder auf den Prüfstand.

Die meisten Menschen fühlen sich heutzutage jünger als sie sind. Zu den Älteren, gar zu den Alten zu gehören, erscheint wenig erstrebenswert. Muss das so sein? Dr. Georg Henning vom Deutschen Zentrum für Altersfragen sagt „nein“. Der Diplompsychologe vom Deutschen Zentrum für Altersfragen erforscht den Übergang aus dem Arbeitsleben in den Ruhestand und erklärt in dieser Folge, was hier zu beobachten ist – emotional, kognitiv und im historischen Kontext. 

Die Links zu dieser Folge:

Der Anteil älterer Menschen in unserer Gesellschaft wächst. Doch nur wenige von ihnen nehmen eine Psychotherapie in Anspruch. Wie bereichernd das Arbeiten mit insbesondere älteren Patient*innen sein kann, davon berichtet die Psychotherapeutin und Klinische Neuropsychologin Julia Michel. Als Expertin für Psychotherapie mit älteren Menschen kennt sie aktuelle Entwicklungen, hat Tipps parat und beschreibt, wie sie Herausforderungen in der Praxis meistert.

Boomer, Millennials, Gen Z – Diese Labels sollen Unterschiede in Werten, Kommunikation und Krisenbewältigung markieren. Doch wie relevant ist der sogenannte Generationen-Gap tatsächlich in der psychotherapeutischen Praxis? Und für wen genau? In dieser Folge berichtet Prof. Dr. Julia Asbrand – Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin sowie Professorin für Klinische Psychologie an der Universität Jena von ihrer Forschung zu Psychophysiologie, Angststörungen und Auswirkungen gesellschaftlicher Krisen auf Kinder und Jugendliche.

Mit 21 gilt man offiziell als erwachsen. Doch nicht alle haben zu diesem Zeitpunkt bereits die nötige Reife, um eigenverantwortlich Ziele zu setzen oder Entscheidungen zu treffen. Was passiert, wenn Altersgrenze und Entwicklungsgrad nicht übereinstimmen? In dieser Folge spricht Claudia Bernhardt, Kinder- und Jugendpsychotherapeutin, über Stolpersteine beim Übergang in die Erwachsenentherapie und erklärt, warum flexible Lösungen so wichtig sind, um junge Menschen nicht allein zu lassen.