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  • Veröffentlichungsdatum 21.05.2026
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„Goodwill reicht nicht – wir brauchen gesetzliche Lösungen!“

Demo in Berlin für Finanzierung der Weiterbildung und gegen Kürzungen
Demonstrant*innen vor dem Bundestag

„Wir alle sind entsetzt, dass nicht nur die bekannten Finanzierungsprobleme bei der Umsetzung der Weiterbildung unverändert weiter bestehen, sondern dass diese durch die Entscheidung des Bewertungsausschusses und das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz noch weiter verschärft werden“, betonen Dr. Christina Jochim und Dr. Enno Maaß zur heutigen Demonstration zur Finanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung in Berlin. An der Kundgebung, die von der Psychologie-Fachschaften-Konferenz (PsyFaKo) und dem PtW-Forum organisiert wurden, nahmen über 300 Personen teil. Die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) forderte gemeinsam mit den Demonstrierenden schnelle gesetzliche Regelungen für eine verlässliche Finanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung. „Es gibt eine Koalitionsvereinbarung, in der die Finanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung zugesagt wurde – wir fordern endlich die Einlösung dieser Zusagen“, forderte Barbara Lubisch, ehemalige Bundesvorsitzende der DPtV.

Weiterbildungsplätze in Praxen zunehmend gefährdet

„Die Kürzung der Honorare um 4,5 Prozent, der geplante Wegfall der Zuschläge zur Kurzzeittherapie und vor allem die Wiedereinbudgetierung psychotherapeutischer Leistungen führen dazu, dass es auch in Praxen noch schwieriger wird, ein faires, an vergleichbaren Tarifgehältern orientiertes Gehalt zu zahlen, denn die Kosten für Praxisbetrieb, Supervision und Selbsterfahrung bleiben hoch. Die Einrichtung von Weiterbildungsstellen in Praxen wird dadurch zusätzlich erschwert. „Unter diesen Bedingungen kann auch der/die engagierteste Praxisinhaber*in keine Weiterbildungsstelle einrichten“, fordern Jochim und Maaß. “Fehlende Weiterbildungsplätze verschärfen damit den Fachkräftemangel und gefährden langfristig die psychotherapeutische Versorgung erheblich.”

Finanzierung endlich gesetzlich absichern

Barbara Lubisch betonte, dass eine angemessene Vergütung in den Heilberufsgesetzen bereits vorgesehen sei: „Die Weiterbildung erfolgt in praktischer Berufstätigkeit und theoretischer Unterweisung. Sie ist angemessen zu vergüten.“ Aus Sicht der Demonstrierenden reicht es nicht, auf freiwillige Lösungen zu setzen. „Es geht nicht über den ‚Goodwill' der Beteiligten – wir brauchen gesetzliche Regelungen“, erklären Jochim und Maaß abschließend.