Infos für Patienten

Wer macht was?

Es gibt verschiedene Ärzte und Therapeuten,
die sich um Krankheiten von der Seele kümmern.
Zum Beispiel um Depressionen.
Diese Ärzte und Therapeuten haben verschiedene Namen und Aufgaben.
Wir erklären Ihnen in diesem Text, was sie machen.
Das sind:
* Psychologische Psychotherapeuten.
* Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten.
* Ärztliche Psychotherapeuten oder psychotherapeutisch tätige Ärzte.
* Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.
* Psychiater.
* Kinder- und Jugendlichenpsychiater.
* Psychologen.
* Heilpraktiker für Psychotherapie

Psychologische Psychotherapeuten

Illustration von einem Gespräch zwischen einer Frau und einem Mann

Diese Fachleute helfen Menschen,
* die oft traurig, wütend oder ängstlich sind.
* die sich schlecht konzentrieren können und
* denen schnell alles zu viel ist.
* die etwas Schlimmes erlebt haben.
* die Probleme mit anderen Menschen
  oder bei der Arbeit haben.
Diese Menschen haben vielleicht
psychische Probleme oder psychische Erkrankungen.
Psychologische Psychotherapeuten prüfen:
* Welche Probleme und Krankheiten hat der Menschen?
* Welche Hilfen braucht der Mensch?

Psychologische Psychotherapeuten helfen
mit Gesprächen und Übungen.
Sie geben keine Medikamente.
Aber sie arbeiten mit Ärzten zusammen,
die Medikamente geben können.

Illustration von einem Hörsaal in einer Universität

Psychologische Psychotherapeuten haben
Psychologie an der Uni studiert.
Danach haben sie für etwa 5 Jahre eine Ausbildung
in Psychotherapie gemacht.
Zum Beispiel in einem Krankenhaus.
Dann dürfen sie
* in einer Klinik arbeiten
* eine Praxis für Psychotherapie leiten.
* in einer Praxis als Angestellte arbeiten.

Die Krankenkasse bezahlt eine Behandlung
bei Psychologischen Psychotherapeuten.

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten

Illustration von einem Gespräch zwischen einem Mann und einem Jugendlichen

Diese Fachleute helfen Kindern und Jugendlichen,
* die oft traurig oder ängstlich sind.
* die oft wütend oder unruhig sind.
* die etwas Schlimmes erlebt haben.
* die Probleme in der Schule oder
  mit anderen Menschen haben.
Diese Kinder und Jugendlichen haben vielleicht
psychische Probleme oder psychische Erkrankungen.
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten prüfen:
* Welche Probleme und Krankheiten hat das Kind?
* Welche Hilfen braucht das Kind?

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
helfen mit Gesprächen, Spielen und Übungen.
Sie geben keine Medikamente.
Aber sie arbeiten mit Ärzten zusammen,
die Medikamente geben können.
Sie arbeiten oft zusammen mit Schulen und
anderen Helfern.
Zum Beispiel: mit Betreuern und Sozialarbeitern.

Illustration von einem Hörsaal in einer Universität

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten haben
Sozialpädagogik oder Psychologie an der Uni studiert.
Danach haben sie etwa 5 Jahre lang eine Ausbildung
in Psychotherapie gemacht.
Zum Beispiel in einem Krankenhaus.
Dann dürfen sie
* eine Praxis für Psychotherapie leiten
* in einer Praxis als Angestellter arbeiten.

Die Krankenkasse bezahlt eine Behandlung
bei Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten.

Ärztliche Psychotherapeuten oder psychotherapeutisch tätige Ärzte

Illustration von einem Gespräch zwischen Arzt und Patient

Diese Fachleute helfen bei seelischen Problemen
mit Gesprächen.
Sie sind aber auch Ärzte und können
* körperliche Untersuchungen machen.
* Medikamente verschreiben.

Sie haben Medizin an der Uni studiert.
Danach haben sie eine Facharzt-Weiterbildung
im Krankenhaus gemacht.
Dann haben sie noch eine Ausbildung
in Psychotherapie gemacht.
Sie können in einer Arzt-Praxis oder
im Krankenhaus arbeiten.

Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Illustration von einer Ärztin

Diese Fachleute helfen bei seelischen Problemen
mit Gesprächen.
Aber sie sind auch Ärzte und können
* körperliche Untersuchungen machen.
* Medikamente verschreiben.

Sie haben Medizin an der Uni studiert.
Danach haben sie eine Facharzt-Ausbildung
im Krankenhaus gemacht.

Danach können sie als Psychotherapeut
in einer Arzt-Praxis oder im Krankenhaus arbeiten.

Psychiater

Diese Fachleute helfen bei seelischen Krankheiten,
die man mit Medikamenten behandeln muss.
Zum Beispiel: Depressionen.

Sie sind Ärzte und dürfen Medikamente verschreiben.
Sie helfen aber auch mit Gesprächen und
arbeiten mit Psychotherapeuten zusammen.
Sie entscheiden zusammen mit den Patienten,
welche Behandlung gut ist.

Psychiater haben Medizin an der Uni studiert.
Dann haben sie eine Weiterbildung
in Psychiatrie und Psychotherapie gemacht.

Kinder- und Jugendlichenpsychiater

Illustration von einem Gespräch zwischen einem Psychotherapeuten und einem Patienten

Diese Fachleute helfen Kindern und Jugendlichen,
* wenn sie sehr traurig, ängstlich oder wütend sind.
* wenn sie sich schlecht konzentrieren können.
* wenn sie Ess-Störungen oder starke Ängste haben.
* wenn sie etwas Schlimmes erlebt haben.

Illustration von einem Kinderarzt mit einem Kind

Sie sind Ärzte und dürfen Medikamente verschreiben,
wenn es nötig ist.
Sie dürfen auch körperliche Untersuchungen machen.
Sie prüfen dann,
ob die Probleme vielleicht vom Körper kommen.

Viele Kinder- und Jugendlichenpsychiater helfen
auch mit Gesprächen, Übungen oder Spielen.
Das nennt man: Psychotherapie.
Sie arbeiten oft zusammen mit
* Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten,
* Ärzten,
* Schulen und anderen Helfern.
  Zum Beispiel: mit Betreuern und Sozialarbeitern.

Kinder- und Jugendlichenpsychiater haben
Medizin an der Uni studiert.
Dann haben sie eine Weiterbildung
in Psychiatrie für Kinder und Jugendliche gemacht.

Psychologen

Illustration von einer Person, die etwas erklärt

Sie haben Psychologie studiert.
Sie machen oft Forschung über die Seele von Menschen.
Sie sind keine Ärzte und
sie dürfen keine Psychotherapie machen.
Psychologen können im Krankenhaus arbeiten
und dort Beratungen machen.

Heilpraktiker für Psychotherapie

Illustration von einem Gespräch zwischen einer Frau und einem Mann

Heilpraktiker reden mit Menschen
über seelische Probleme.
Sie sind keine Ärzte oder Psychotherapeuten.
Darum dürfen sie keine Medikamente verschreiben.

Es gibt keine Ausbildung und kein Studium
für Heilpraktiker.
Sie müssen nur eine Prüfung
beim Gesundheitsamt machen.
Die Prüfung ist nicht überall gleich.
Darum ist das Wissen von Heilpraktikern
auch sehr verschieden.

Die Krankenkasse bezahlt nur selten
Behandlungen bei Heilpraktikern.
Patienten müssen eine Behandlung bei Heilpraktikern
oft selbst bezahlen.

Text in Leichter Sprache:
Büro für Leichte Sprache, Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., 2025
Bilder: © Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers