Termin
Die Wechselwirkungen zwischen psychischen Prozessen und kardiovaskulären Erkrankungen gewinnen zunehmend an Bedeutung in Forschung und klinischer Praxis. Weltweit sind aktuell über 520 Millionen Menschen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen – mit steigender Tendenz. Psychische Belastungen wie Stress, Angst, Trauma und Depression beeinflussen nicht nur das Risiko für Herzerkrankungen, sondern auch deren Verlauf und Prognose.
Gleichzeitig stellen kardiologische Erkrankungen und kardiochirurgische Eingriffe für Betroffene häufig eine erhebliche psychische Herausforderung dar. Kardiologische Körpersensationen können als bedeutsame körperliche Signale verstanden werden, die – in Abhängigkeit von individueller Bewertung und Verarbeitung – mit emotionalen Zuständen und Regulationsprozessen verknüpft sind – manche geeignet, manche nicht.
Der Wunsch nach Kontrolle über diese Körpersensationen, insbesondere nach belastenden kardiologischen Erfahrungen, ist häufig ausgeprägt. Bleibt eine subjektiv erlebte Einflussnahme auf diese aus, kann dies Gefühle von Hilflosigkeit, Wut und Ohnmacht verstärken und zur Aufrechterhaltung psychosomatischer Belastung beitragen.
Diese Veranstaltung fokussiert auf ein vertieftes Verständnis dieser Zusammenhänge und vermittelt praxisnahe Ansätze, um Patient*innen im Umgang mit kardiologischen Körpersensationen, Kontrollbedürfnis und erlebter Hilflosigkeit gezielt zu unterstützen. Bitte beachten Sie auch die Veranstaltung „Psychokardiologie und Trauma“ am 21.11.2026.
Überblick
- Datum
- 20.11.2026 16:00 Uhr - 19:15 Uhr
- Ort
- Online
- Referent*innen
- Sabine Wery von Limont
- Kosten DPtV-Mitglied
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- Normal: 40,00 €
- Kosten Nichtmitglied
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- Normal: 50,00 €
- Veranstaltungsnummer
- 26-131
- Unterrichtseinheiten
- 4