Termin
Schwere Gewalttaten lösen regelmäßig gesellschaftliche Debatten über psychische Erkrankungen und Gefährlichkeit aus. Doch was sagt die wissenschaftliche Evidenz tatsächlich? Psychische Erkrankungen machen Menschen nicht automatisch gefährlich. Im Gegenteil: Die allermeisten Gewalttaten lassen sich nicht auf eine psychische Erkrankung zurückführen. Für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten stellt sich daher die Frage, wie tatsächliche Risiken evidenzbasiert eingeschätzt werden können, ohne Vorurteile oder Stigmatisierung zu verstärken.
Die Veranstaltung vermittelt einen evidenzbasierten Überblick über die Risikoeinschätzung bei psychischen Erkrankungen und zeigt, welche Konsequenzen sich daraus für die tägliche psychotherapeutische Arbeit ergeben. Im Mittelpunkt stehen Fragen, die Therapeutinnen und Therapeuten in der ambulanten und stationären Versorgung begegnen: Wann besteht tatsächlich ein relevantes Risiko? Welche Warnsignale sollten ernst genommen werden? Wo liegen die Grenzen klinischer Einschätzungen und wie kann mit Unsicherheit professionell umgegangen werden?
Dr. Bernd Borchard ist Psychologischer Psychotherapeut, forensischer Sachverständiger und Supervisor. Als ausgewiesener Experte für forensische Psychologie und Risikobeurteilung vermittelt er praxisnah, welche Erkenntnisse aus der Forensik für die psychotherapeutische Arbeit relevant sind.
Überblick
- Datum
- 05.10.2026 18:00 Uhr - 21:15 Uhr
- Ort
- Online
- Referent*innen
- Dr. Bernd Borchard
- Kosten DPtV-Mitglied
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- Normal: 40,00 €
- Kosten Nichtmitglied
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- Normal: 50,00 €
- Veranstaltungsnummer
- 26-172
- Unterrichtseinheiten
- 4