Termin
Als neue Diagnose wird die Störung mit zwanghaftem sexuellem Verhalten im ICD-11 im Kapitel der Impulskontrollstörungen aufgeführt. In der Fortbildung wird vertieft auf die Pornografie-Nutzungsstörung (PNS) eingegangen, die prominenteste Form der Störung mit zwanghaftem sexuellen Verhalten. Ausgehend von Fallvignetten wird auf die Phänomenologie und die Diagnostik der Störung eingegangen. Daten zur Prävalenz werden deutlich machen, dass die PNS offensichtlich in der Vergangenheit oft übersehen wurde. Es werden ätiologische Modelle vorgestellt, die die Entstehung der PNS erklären. Dabei werden auch Forschungsergebnisse aus der Grundlagenforschung herangezogen. Aktuelle Erkenntnisse zur Behandlung der PNS werden vorgestellt und am Beispiel des Innovationsfond Projekt PornLoS wird erläutert, wie die Therapie der PNS praktisch umgesetzt werden kann.
Die Fortbildung richtet sich an alle, die sich in Zukunft intensiver mit einem bisher häufig ignorierten Störungsbild beschäftigen wollen. Es werden zahlreiche praktische Hinweise zur Diagnose und zu schwierigen Therapiesituationen gegeben.
Von den Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern wird eine Offenheit für das oft tabuisierte Thema erwartet, was zu spannenden Diskussionen führen wird.
Überblick
- Datum
- 06.02.2026 09:00 Uhr - 16:30 Uhr
- Ort
- Online
- Referent*innen
- Prof. Dr. Rudolf Stark
- Kosten DPtV-Mitglied
-
- Normal: 160,00 €
- Ermäßigt (PiA/Neuapprobierte): 80,00 €
- Kosten Nichtmitglied
-
- Normal: 200,00 €
- Ermäßigt (PiA/Neuapprobierte): 100,00 €
- Veranstaltungsnummer
- 26-54
- Unterrichtseinheiten
- 8