Termin
  • Status Warteliste
  • Veranstaltungsdatum 17.09.2022
  • Ort München
  • Veranstalter DPtV CAMPUS

„Was tun wenn mein*e Patient*in kifft?"

Behandlung von Substanzkonsumstörungen in der ambulanten Psychotherapie

Die Änderung der Psychotherapie-Richtlinie für die Behandlung von Substanzkonsumstörungen im Jahr 2011 stellte einen erheblichen Fortschritt dar. Bis 2011 stand der Behandlung von Substanzkonsumstörungen mit ambulanter Psychotherapie vor allem ein strukturelles Hindernis im Weg. Nach der Psychotherapierichtlinie in der Fassung von 2009 konnten Substanzkonsumstörungen in ambulanter Psychotherapie nur im Stadium der Abstinenz behandelt werden (Gemeinsamer Bundesausschuss, 2009). Erst 2011 wurde diese Einschränkung durch eine Änderung aufgehoben, sodass die ambulante Behandlung substanzabhängiger Patient*innen zulässig ist, wenn diese bis zur 10. Behandlungssitzung, mittels Laborparameter nachgewiesen, die Abstinenz erreichen. Zudem darf bei der Diagnose Schädlicher Gebrauch ohne diese Beschränkung behandelt werden (Behrendt et al., 2014). Damit wurden insgesamt die Voraussetzungen für eine zeitgemäße Behandlung der Substanzkonsumstörungen mit ihrem hohen Ausmaß an komorbiden psychischen Störungen geschaffen.



Insbesondere mit Blick auf die im Zuge der neu gewählten Bundesregierung stärker entfachte Legalisierungsdebatte bezüglich Cannabis ist davon auszugehen, dass sich die Behandlungsanfragen auch in Psychotherapiepraxen diesbezüglich in den kommenden Jahren deutlich erhöhen könnten (vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen). Der Koalitionsvertrag bis 2025 sieht vor, eine kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene in lizenzierten Geschäften einzuführen, allerdings könne zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Aussage zur konkreten Ausgestaltung des Gesetzentwurfes getroffen werden (Deutscher Bundestag, Kurzmeldung 22.02.2022).



Was muss ich als ambulant tätige Psychotherapeut*in beachten? Funktioniert das überhaupt, ambulant zu entziehen? Was mache ich bei Rückfällen? Was mache ich, wenn sich im Verlauf der Behandlung bei Patient*innen eine Substanzkonsumstörung entwickelt?



Der Workshop verdeutlicht spezifische Therapieangebote (Motivierende Gesprächsführung, Vorbereitung des Konsumstopps, Selbstkontrolltechniken, Rückfallprophylaxe, Umgang mit Verlangen, etc.) und zeigt an praxisnahen Beispielen auf, welchen Herausforderungen man sich als ambulant tätige*r Psychotherapeut*in stellt.

Überblick


Datum
17.09.2022 09:30 Uhr - 17:00 Uhr
Ort
München
Referent*innen
Anja Pixa
Kosten DPtV-Mitglied
  • Normal: 175,00 €
  • Ermäßigt (PiA/Neuapprobierte): 87,50 €
Kosten Nichtmitglied
  • Normal: 215,00 €
  • Ermäßigt (PiA/Neuapprobierte): 107,50 €
Veranstaltungsnummer
22-81
Unterrichtseinheit
8