Klima- und Umweltschutz

#DPtVgoesgreen

Die Klima-AG der DPtV wurde im Januar 2021 gegründet. Sie arbeitet daran, nachhaltige Lösungen für den psychotherapeutischen Arbeitsalltag zugänglich zu machen, fachliche Impulse zu setzen, um die Mitglieder auf die Auswirkungen der Klimakrise auf ihre psychotherapeutische Praxis vorzubereiten und zu erörtern, wie Psychotherapeut*innen mit ihrem Fachwissen einen positiven Einfluss auf den individuellen und politischen Umgang mit der Klimakrise nehmen können.

Warum ist die Klimakrise für Psychotherapeut*innen relevant?

Die DPtV hat im Juli 2021 gemeinsam mit 35 weiteren psychotherapeutischen Verbänden ("Gesprächskreis II") eine Resolution verabschiedet:„Psychotherapeut:innen besitzen Fachwissen, das gerade bei augenscheinlich irrationalen und dysfunktionalen Strategien und Verhaltensweisen Wege und Möglichkeiten eröffnet. (...) Daher kommt aktuell Psychotherapeut:innen eine besondere Verantwortung zu, sich auf Basis ihrer Fachlichkeit und ihrer Berufsethik aktiv in die individuelle wie auch gesellschaftliche Bewältigung der Klimakrise einzubringen. (…) Sie können dabei unterstützen, dass die Auseinandersetzung mit der Klimakrise nicht zur Überforderung wird, sondern sich in sachlich angemessenes Verhalten übersetzen kann.“

Der GK II hat eine Arbeitsgruppe gegründet, in der Handlungsmöglichkeiten der Verbände ausgetauscht werden. Bei den "Psychologists und Psychotherapists for Future" sind viele Kolleg*innen vernetzt, um sich als Psychotherapeut*innen einzusetzen. Hier sind alle Interessierten willkommen, mitzuwirken.

Zur Legitimierung des Engagements von Psychotherapeut*innen innerhalb und außerhalb der berufspolitischen Organisationen hat Psychotherapeutin Katharina Simons gemeinsam mit vier Kolleg*innen die politischen Möglichkeiten anhand einer Auswertung unserer berufsrechtlichen Richtlinien herausgearbeitet und im Handbuch „Climate Action – Psychologie der Klimakrise“ veröffentlicht.

Wie betrifft die Klimakrise meine therapeutische Arbeit?

  • Die Klimakrise bedroht die Lebensgrundlagen von Mensch und Tier und kann daher Angst auslösen. Die sogenannte Klimaangst kann man als adäquate Reaktion auf eine reale Bedrohung auffassen. Dennoch erzeugt sie Leidensdruck, ein adäquater Umgang muss gegebenenfalls erlernt werden.
  • Die Veränderungen des Klimas führen zu sozialen und ökologischen Veränderungen, die als Verlust erlebt werden können. Die sogenannte ökologische Trauer kann mit Trauerarbeit begleitet werden.
  • Die Klimakrise kann als ein zusätzliches Belastungsmoment gesehen werden, das zu einer Verschlimmerung bestehender psychischer Störungen führen kann.

Für DPtV-Mitglieder: Ökostrom günstiger

Die energiebedingten Emissionen machen etwa 85 Prozent der deutschen Treibhausgas-Emissionen aus. Hauptverursacher ist die Strom- und Wärmeerzeugung. Sollten Sie noch keinen Ökostromanbieter nutzen, möchten wir Ihnen im Sinne des Klimaschutzes nahelegen, mit einem Ökostromanbieter einen Stromliefervertrag abzuschließen. Die DPtV hat mit Bürgerwerke – Energie in Gemeinschaft einen Rabatt für DPtV-Mitglieder vereinbart.

Für Klima und Natur – digital lesen!

Gedruckte Publikationen verbrauchen viel Energie und Rohstoffe – vom Papier und Druck bis zum Versand. Ab 2022 stellen wir den Bundesmitgliederbrief und die PiA-News auf ein rein digitales Format um und versenden diese an Sie per Mail. Unsere Zeitschrift Psychotherapie Aktuell können Sie auch online lesen. Wenn Sie statt der gedruckten Ausgabe nur noch das PDF per Mail erhalten möchten, senden Sie uns eine Mail.

LunchTalk 2020: Corona – Klima – Krise – Konsequenzen?

Corona-Pandemie und Klimakrise – wir leben in einer Zeit umfassender Menschheitskrisen. Rund um das Thema drehte sich unser DPtV-LunchTalk 2020, bei dem Lea Dohm, Mit-Initiatorin der Psychologists / Psychotherapists for Future aus ihren Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der globalen Klimagerechtigkeitsbewegung berichtet.

Zum LunchTalk 2020